''Das Geheimnis ist, ohne die Antwort zu leben''

Dienstag, 25. Juni 2013

Wie Kolumbianer leben und was sie lieben


Eine kleine Auflistung der herrlichsten Angewohnheiten meiner derzeitigen Landsleute... unnütze Kuriositäten zum Unterhalten, aber auch Verstehen!

(Achtung: Stereotypisierung von vorn bis hinten, natürlich trifft nicht ALLES auf JEDEN zu)


  • Angewärmte Sitzplätze in Bussen gelten als eklig, außerdem verursacht die zurückbleibende Sitzwärme des Vorgängers Hitzepickel – deshalb wird halb stehend vor dem Sitz gewartet, dass er abkühlt



  • Die Abflussrohre hier haben angeblich einen kleineren Durchmesser, deshalb kommt das Klopapier nicht ins Klo, sondern in den Eimer daneben.



  • In einer richtigen kolumbianischen Familie gibt es jeden Tag Fleisch – Hühnchen ist übrigens gar kein richtiges Fleisch, deshalb kann man auch mal Pollo & Carne zusammen auf dem Teller vorfinden (Hühnchen & Fleisch).



  • Um so länger die Warteschlange im Éxito (Supermarktkette) wird, um so entspannter sind die Kassierer/Innen – Naturgesetz!



  • Alle hellhäutigen Menschen mit ''klaren'' Augenfarben (sprich Europäer) werden Monos genannt – ursprünglich heißt das ''Affe''.


  • Wird es im Bus all zu eng (was zu allen Verkehrsstoßzeiten vorkommt, also 3mal am Tag), überlassen stehende Fahrgäste ihre Taschen einfach einem sitzenden Mitfahrer – manchmal sogar ihre Babys.



  • Männer mit lackierten Fingernägeln sind vollkommen normal – üblich ist aber nur durchsichtiger Nagellack.



  • Weit verbreitet ist hier das Gerücht, dass wir Europäer 'schlecht riechen'. Weil wir 1. uns teilweise nur alle 2 Tage duschen (hier wird sich, abhängig von der Klimazone, bis zu 3mal am Tag geduscht), 2. zwei Tage hintereinander das gleiche Tshirt anziehen und 3. Deo und Aftershave viel zu sparsam benutzen.



  • Eine Rikscha nennt man hier Bicitaxi (Bici=Abkürzung für Bicicleta=Fahrrad) und benutzt es wie ein Taxi für kürzere Strecken..



  • Nachmittags gibt es alternativ zum Kaffee Trinkschokolade mit Käse – sprichwörtlich: die Käsestückchen werden in die Schokolade gemischt.



  • Autotüren müssen sanft ins Schloss gleiten, lauteres Zufallen wird von den Autofahrern seeeehr stark missbilligt.



  • Rucksack oder Handtasche stellt man nicht auf dem Boden ab, da läuft das Geld weg.


  • Fettiges Essen wie Hühnchenkeulen werden in Fastfood-Restaurants mit Plastikhandschuhen gegessen... skurriles Bild!


Donnerstag, 20. Juni 2013

''Die Wut in meinem Herzen.'' - Wie Euphorie und Hoffnung zu Enttäuschung und Machtlosigkeit werden

Wer den 2. Eintrag über meine Arbeit gelesen hat (http://www.schnandaencolombia.blogspot.com/2013/05/doch-ich-arbeite-teil-2-oder-die-farbe.html), kennt ein bisschen das Projekt, in dem meine Mitfreiwillige Doro und ich die letzten 8 Monate gearbeitet haben und in das wir all unser Herzblut gesteckt haben. Am Ende des Artikels habe ich ein bisschen über die Idee geschrieben, die wir entwickelt haben, um das Projekt zu verbessern und gerade den Frauen, den ''Protagonisten'' des Projekts, mehr Vorteile zu verschaffen. Aber leider wird das Gute nicht immer gewürdigt...

In dem folgenden verlinkten Eintrag könnt ihr lesen, was seit dem passiert ist und warum wir ''Wut in unseren Herzen'' haben:

http://dschungelkind.wordpress.com/2013/06/20/die-wut-in-meinem-herzen/

Ein paar der Frauen: Doña María, Braulia, Patricia, Tatiana Deifilia, Mireya, Leidy